Calima auf Lanzarote
Wenn die Sahara zu Besuch kommt

Haría. Zur Zeit ist wieder „Calima“ auf Lanzarote, und das bedeutet vor allem eines: Hitze! Morgens kann man bereits um acht Uhr in Flip-Flops und kurzer Hose vor die Tür gehen. Ohne zu frieren. Tagsüber ist es bei Temperaturen jenseits der dreißig Grad kaum auszuhalten und abends kühlt es sich erst spät wieder ab.
„Calima“ oder auch „Bruma seca“ (span. trockener Nebel) ist eine Wetterlage mit Ostwind auf den Kanarischen Inseln. Dieser Wind kommt direkt aus Afrika und bringt die trockene Luft, die Hitze und den Sand der Sahara mit sich. Durch den feinen Sandstaub sinkt die Sichtweite, und man nimmt immer einen Dunst in der Luft wahr. Im Flugverkehr kann es durch den Sandwind zu Problemen kommen. Schaut man in Richtung Osten, kann man die braune Farbe des Nebels richtig sehen (siehe Bild). Oft ist der Horizont nur ganz schwach oder gar nicht zu erkennen.
Während der Calima kurz nach meiner Ankunft kam zu der Hitze noch warmer Wind, bei der Caldera Blanca Wanderung sehr unangenehm. Eine Calima kann mehrere Wochen andauern. In meiner Zeit hier auf Lanzarote waren die Hitzewellen bis jetzt nach wenigen Tagen wieder vorüber. Dauern die Ostwinde länger an, kann die Vegetation enormen Schaden nehmen.
Wenn das Wetter sich wieder normalisiert hat, sind die Autos im Freien von ockerfarbenem Sandstaub überzogen.








