print ist tot bzw wird es bald sein, ist die meinung vieler selbsternannter mediengurus. ich möchte an dieser stelle vorschläge machen, von denen ich glaube, dass sie den lokalblättern helfen könnten.
glaubt man den vielen selbsternannten mediengurus so ist der printjournalismus dem untergang geweit. displays ersetzen das papier. nur bezahlen will dafür niemand. warum nicht? glaubt man, wenn man eine zeitung kauft, dass man nur den druck, das material und den vertrieb bezahlt, also nicht die journalistische arbeit? oder glaubt man einfach, dass journalismus online nichts wert ist weil er schlechter ist? verlage und redaktionen sind die verlierer der medienkrise, facebook, google & co die gewinner. woran liegt das?
meiner meinung nach ist einer der hauptgründe, dass der user bzw. rezipient nicht nur konsumiert, sondern interagieren kann. er wird selbst aktiv. bei youtube (was zu google gehört) kann ich nicht nur videos anschauen, sondern selbst welche hochladen. facebook wird überhaupt erst durch die aktivität der user interessant.
1. ein (schon oft gemachter) vorschlag für lokalblätter wäre erst einmal den fokus stärker auf die lokalberichterstattung zu legen. warum braucht jedes lokalblatt einen mantel mit nachrichten aus deutschland bzw. aller welt? jede überregionale zeitung, bzw. jedes nachrichtenportal im internet kann mir diese nachrichten genau so gut (wenn nicht besser) liefern und tut es auch. vielleicht kommt daher auch das gefühl, dass diese nachrichten nicht so viel wert sind?!
2. durch den dazu gewonnenen platz könnte man eine seite einrichten, die man komplett den leserkommentaren widmet. man könnte den lesern ebenso die möglichkeit bieten, themenvorschläge zu machen, die dann immer auf einer seite behandelt werden. so schafft man beim leser ein gefühl, teil des produktes zu sein, teil einer community zu sein in der man selbst die möglichkeit hat aktiv zu werden und eine gewisse kontrolle übernehmen kann. denn das ist entscheidend denke ich.