viele kennen digg. ein newsportal in dem user nachrichten posten können, welche dann positiv bewertet werden können. die am besten bewerteten news kommen weiter nach vorne, bzw. gewinnen an relevanz.
bei dem internet-fernsehsender revision3 läuft eine sendung namens “diggnation“. in dieser sendung werden auf witzige art digg-beiträge vorgestellt und diskutiert. die beiden herren, die die sendung moderieren sitzen vor der kamera und haben laptops auf dem schoß. während sie dann so dahinplaudern trinken sie bier. bier spielt eine relativ große rolle, denn es wird in jeder sendung eine neue sorte getestet und dann kommentare zum geschmack abgegeben. insgesamt kommt dabei eine ziemlich unterhaltsame sendug heraus, was nicht zuletzt an den absolut authentisch wirkenden moderatoren liegt. also schauts euch ruhig mal an (nach dem klick auf play dauert es einen moment bis das video beginnt):
print ist tot bzw wird es bald sein, ist die meinung vieler selbsternannter mediengurus. ich möchte an dieser stelle vorschläge machen, von denen ich glaube, dass sie den lokalblättern helfen könnten.
glaubt man den vielen selbsternannten mediengurus so ist der printjournalismus dem untergang geweit. displays ersetzen das papier. nur bezahlen will dafür niemand. warum nicht? glaubt man, wenn man eine zeitung kauft, dass man nur den druck, das material und den vertrieb bezahlt, also nicht die journalistische arbeit? oder glaubt man einfach, dass journalismus online nichts wert ist weil er schlechter ist? verlage und redaktionen sind die verlierer der medienkrise, facebook, google & co die gewinner. woran liegt das?
meiner meinung nach ist einer der hauptgründe, dass der user bzw. rezipient nicht nur konsumiert, sondern interagieren kann. er wird selbst aktiv. bei youtube (was zu google gehört) kann ich nicht nur videos anschauen, sondern selbst welche hochladen. facebook wird überhaupt erst durch die aktivität der user interessant.
1. ein (schon oft gemachter) vorschlag für lokalblätter wäre erst einmal den fokus stärker auf die lokalberichterstattung zu legen. warum braucht jedes lokalblatt einen mantel mit nachrichten aus deutschland bzw. aller welt? jede überregionale zeitung, bzw. jedes nachrichtenportal im internet kann mir diese nachrichten genau so gut (wenn nicht besser) liefern und tut es auch. vielleicht kommt daher auch das gefühl, dass diese nachrichten nicht so viel wert sind?!
2. durch den dazu gewonnenen platz könnte man eine seite einrichten, die man komplett den leserkommentaren widmet. man könnte den lesern ebenso die möglichkeit bieten, themenvorschläge zu machen, die dann immer auf einer seite behandelt werden. so schafft man beim leser ein gefühl, teil des produktes zu sein, teil einer community zu sein in der man selbst die möglichkeit hat aktiv zu werden und eine gewisse kontrolle übernehmen kann. denn das ist entscheidend denke ich.
in der schweiz werden “killerspiele” zur zeit wieder heiß diskutiert. die zeit schrieb veröffentlichte dazu einen artikel auf ihrer homepage. in den kommentaren fand ich einen sehr überspitzten, aber meiner meinung nach großartigen kommentar, den ich an dieser stelle mal verlinken möchte.
wie jeden morgen klingelte der wecker heute um 7 uhr und die nachrichten ertönten. normalerweise ist ca. 5 sekunden später der wecker wieder aus um nochmal ein paar minuten weiter zu schlafen. heute morgen allerdings nicht. folgende meldung ertönte aus dem lautsprecher: “deutschland liegt bei den weltweiten exporten im rüstungsgütersektor auf platz drei hinter der usa und russland.” das friedensforschungsinstitut sipri in stockholm veröffentlichte diese ergebnisse im aktuellen jahresbericht. deutschland erreicht nun einen weltmarktanteil von 11%.
interessant, hab ich mir gedacht. warum hört man sonst nie etwas von der anscheinend trotz wirtschaftskrise sehr erfolgreichen deutschen rüstungsindustrie. ich glaube es gibt kaum einen industriesektor in deutschland der ähnliche dimensionen hat, von dem man aber fast nie etwas in den medien erfährt. vielleicht liegt es daran, dass waffenexporte im großen stil sich schlecht mit der allgemeinen haltung der deutschen in der außenpolitik vereinbaren lassen. schnell gegoogelt, treffe ich auf einen artikelbei spiegel online, der heute veröffentlicht wurde. hauptabnehmer ist die türkei, auch griechenland ist großkunde von deutschland. allerdings werden auch waffen an den iran und ähnliche “pulverfass-regionen” geliefert. genau hier könnte das könnte der knackpunkt liegen. eine verurteilung irans und vor allem eine darstellung als internationale gefahr seitens deutscher politiker wäre wenig glaubwürdig, wenn jeder wüsste das iran waffen aus deutschland bezieht.
wahrscheinlich wird das thema nun kurze zeit großes medienaufsehen erregen. auch die opposition, allen voran die linke macht eine riesenwelle aus diesem bericht. doch in wenigen wochen, flaut die aufregung wieder ab und die waffengeschäfte können in ruhe weitergehen…
vor einigen wochen bin ich auf die darstellungsform “audio-slideshow“ aufmerksam geworden. hierbei handelt es sich um bilder, die mit ton unterlegt dargestellt werden. inzwischen sind oftmals auch interviews in videoform enthalten. es hat sich so eine mischform aus audioslideshow und video entwickelt. im online-jounalismus in amerika ist diese form der berichterstattung für reportagen weit verbreitet.
vor einigen tagen stieß ich dann auf die seite mediastorm.org. hierbei handelt es sich um eine von der washington post gesponsorten seite auf der audioslideshows auf höchstem niveau zu finden sind. zwei sehr bewegende möchte ich an dieser stelle verlinken:
so. nachdem der blog nun auf meinem eigenen webspace liegt, hoffe ich dass dies ein letzter neustart meines blogs ist. der umzug der alten sachen hat leider nicht richtig geklappt. das bedeutet ich fange mal wieder bei null an. naja was solls. es wird nun wieder fleißig gebloggt…
gruß benne
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